Wir, die Studierenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, lehnen die geplanten Kürzungen der Landesregierung im Wissenschaftsetat ab und weisen den politisch forcierten Strukturwandel im Wissenschaftsbetrieb zurück. Zudem sprechen wir uns entschieden gegen die dramatischen Einschnitte im Kultur-, Sozial- und Bildungsbereich aus. Wir erklären uns daher solidarisch mit bereits bestehenden Protesten und bekunden unseren Willen zu Vernetzung, Austausch und zukünftiger Zusammenarbeit mit allen Betroffenen.
Mittelkürzungen und Stellenstreichungen sind kein geeignetes politisches Mittel, weder zur Konsolidierung des Haushaltes noch zur „Optimierung“ der Hochschulen. Die daraus resultierende Schließung von Studiengängen stellt eine wesentliche Verarmung der Bildungslandschaft dar.
Wissenschaft und Bildung sind öffentliche Aufgabe; sie sind von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, sie stellen ein kritisches Reflexionspotential sowohl für die persönliche als auch für die gesellschaftliche Entwicklung zur Verfügung. Die Reduktion der Studiengänge auf bloße Ausbildungs- und Servicefunktionen widerspricht diesem Gedanken. In diesem Sinne sind Wissenschaft und Bildung Selbstzweck und verschließen sich den vermeintlichen Spar-Erfordernissen und kurzfristiger Ergebnisorientierung.
Die Einführung von Bildungsgebühren aller Art, die Auflösung von breit gefächerten Studiengängen zugunsten von Schmalspurstudiengängen sowie die Umwandlung von Hochschulen in nach privatwirtschaftlichen Kriterien organisierte Ausbildungsbetriebe dokumentieren den nicht hinnehmbaren Rückzug des Staates aus dem Bildungssystem. Bildung muss vollständig aus Steuermitteln finanziert werden. Nur so kann ein Grundrecht auf Bildung und Chancengleichheit gesichert werden.
Die Studierenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg fordern auf dieser Grundlage
Die Studierenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg